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28.10.2017 - 09.12.2017

Galerie Anette Müller zeigt "Gestus und Zeichen" mit Ivica Matijevic, Vania Petkova, Felix Schröder, Han Shen und Caroline Steinke

Die Galerie Anette Müller freut sich, vom 28. Oktober bis zum 9. Dezember 2017 die Ausstellung
"Gestus und Zeichen" präsentieren zu können, in der neue Arbeiten von Ivica Matijevic und Vania
Petkova, neuen Arbeiten der drei Nachwuchskünstler Felix Schröder, Han Shen und Caroline
Steinke gegenübergestellt werden. Gemeinsam ist den fünf Positionen die zeichenhafte und
gestische Bildsprache.

Die Arbeiten von Ivica Matijevic bewegen sich zwischen Malerei und Bildhauerei. In zahlreichen
Schichten trägt der Absolvent der Akademie der Bildenden Künste Sarajevo die Farbe auf
Holzplatten auf, um sie dann in mehreren Arbeitsgängen wieder abzuschleifen. In Verbindung mit
der geschriebenen Linie, mit kalligrafischen Schwüngen und eingearbeiteten Buntstiften bilden die
durch den Prozess der Farbabnahme entstehenden kristallinen Strukturen und Linien eine Art
informellen Farbraum mit Erinnerungsspuren und neu eingesetzten Fährten.

Für Vania Petkova spielt die Musik eine entscheidende Rolle in ihrem Schaffensprozess. Ihre
Malereien und kalligrafischen Zeichnungen leben vom Rhythmus: Gestische Schwarz-Weiß-
Kompositionen, dynamische gelbe, blaue oder rote Farbströme, Bewegungen festgehalten im
Moment des Malens. In der Ausstellung sind neue Bilder der Absolventin der Kunstakademie
Düsseldorf aus unterschiedlichen Serien auf Papier und Leinwand zu sehen.

      Der Student der Universität der Künste Berlin, Felix Schröder fragt nach der Verortung von Malerei im digitalen Zeitalter. In seinen meist großformatigen Bildern experimentiert er mit der Verknüpfung und Verflechtung von Malerei mit verschiedenen Drucktechniken auf der Leinwand. Verpixelte Flächen, skizzenhafte Linien, freie Assoziationen, Schriftzeichen und scheinbar herausgeschnittene Elemente bilden in den hybriden Gemälden des jungen Künstlers ein spielerisches Gefüge.

Die Gemälde des jungen Absolventen der Universität der Künste Berlin, Han Shen erinnern an die poetischen Bilder von Cy Twombly. Schlieren, pastos aufgetragene Farbkleckse, Kritzeleien, unfertige Skizzen, der Künstler bringt schriftähnliche Codes mit Farbe auf die Leinwand. Auf der Suche nach einer Bedeutung hinter den Fragmenten verläuft sich der Betrachter im Labyrinth seiner Bilder, in denen sich wachgerufene persönliche Erinnerungen zu immer neuen Geschichten verdichten.


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